Freitag, 26. Juli 2013

Das grüne Sofa

Frisch repariert und umzugsbereit:

Und noch zum Thema Umzügen von Beck und Wouter:


Danke an alle Freunde, die morgen mit anpacken!

Montag, 15. Oktober 2012

1x Cochabamba und zurück

Auf den Gang ins Exil Ende 2009 folgte die Rückkehr Ende 2010, auf die Rückkehr dann der erneute Besuch: August & September hieß es "Cochabamba, Cochabamba, !Cochabaaaaamba!" Die alten Freunde, die alte Familie, die alte Arbeit, und ich auch wieder der Alte. Es tat gut, es war schön; und noch schöner, als fast Einheimischer wiederzukommen. Hier die Highlights:
Das Trufi 103 fährt jetzt wohl bald 3 Straßenblöcke weiter.
Don Nestor (Brötchenverkäufer von um die Ecke) ist so positiv und lustig wie eh und je.
Die Cochabambinos setzen sich immer noch aktiv für ihre Rechte ein (leider zu häufig mit Straßenblockaden):
Jose studiert jetzt Recht, weit weg von der Straße.
Einkaufen auf der Cancha bleibt ein Abenteuer; dank Dona Katy sind auch Großeinkäufe möglich:
Cochabamba: Cancha, Taxi Trufi, viele Tauben, noch mehr Hunde, herzliche Menschen, echte Menschen, Cholitas, Castellano, Bloqueo, Charango, Tiendas an jeder Ecke, ...
Wir lernen Stipendiaten der Roots Association kennen, die von Leuten wie euch und uns aus Deutschland unterstützt werden:
Unvergesslich: Die Fahrt mit einem alten Hirtenpaar durch das wüste Sajamagebiet. Vergessbar: Ein Traum vom 6.500er.
Mein Arbeitskollege Guido konnte sein Buch 450 mal verkaufen, nachdem mit der 3,2,1-Party die ersten 50 Exemplare finanziert wurden:
Fäkalhumor blüht auf, wenn der Magen sich ziert.
NEIN, kein Foto.
Das Haus für die das Centro (nachmittägliche Bildungszentrum für Kinder) wächst weiter, die Lehrer unterrichten derweil in einer Schule in der Nähe. Schön zu sehen, wie gut verhätnismäßig wenig Geld dort genutzt werden kann:*
Gute Freunde bleiben gute Freunde, egal über welche Entfernung. Und schön, wenn Freunde aus der deutschen Heimat auch noch mitkommen!
* Für das Zentrum machen wir übrigens gerade eine SPENDENAKTION, die noch bis zum 22.10.2012 unterstützt werden kann. Dafür einfach an das Konto der Spendenseite des JHB Bolivien e.V. mit dem Betreff "Kinderzentrum Cochabamba" überweisen; das Geld ist gut angelegt und wird in den Hausbau investiert. Mehr Infos auf Anfrage von Christoph.

Freitag, 3. August 2012

barfuss


Angefangen hat alles damit, dass ich mein Handy in die Spree warf.

Ne, vielleicht hat es auch so angefangen dass ich im Februar bei einer Wunderheilerin war, zu der mich eine schwangere Freundin geschickt hatte. Die legte meine Hände an so Dräte, maß meine Aura, und behauptete dann, ich hätte Kortisonüberschuss und sei wohl ganz schön gestresst. Ich solle mich mal entspannen.
Dabei war ich nur wegen ein paar Pickeln hingegangen.
Okee, man nehme:
7 Wäscheklammern
Haargummis
ein Regencape
Gaffatape
feste luftidichte Müllsäcke
Schlafsack.

Damit bin ich im Juli losgezogen. Ich hatte nämlich vorschnell mein Zimmer untervermietet und war deswegen wohnungslos, aber das ist eine andere Geschichte. Wie es die freundlichen Umstände, die mein Leben bestimmen, so wollen, arbeite ich draußen in Potsdam. Da ist viel Wald. Und Wasser. Wenn man den Badetouristen aus dem Weg geht, ist es sogar still. Das einzig Laute sind die Moskitos.. aber die härten einen irgendwann ab.
Im Laufe des Monats hab ich dann, zusätzlich zu meinem Händi auch noch meinen Geldbeutel verloren, mein Semesterticket, ein paar Klamotten, und ich bekam wegen einer MIni-Blutvergiftung einen dicken großen Zeh, sodass ich keine Schuhe mehr tragen konnte.
Dafür war ich jeden morgen baden.
Und hab ein paar sich sonnende Yacht-Opis im Wannsee geärgert.
Ein mal wollte mich die Wasserwacht retten. Die riefen, ich solle nicht so weit rausschwimmen so spät abends und behaupteten auch noch, es würde donnern. Ich sagte, sie sollen sich zum Teufel scheren mit ihrem stinkenden Knattermotor, ich käm hierher wegen der Natur. 

- Das mag nun nach einer irgendwie anstrengenden Situation klingen, aber mit jeder Sache (und mit jedem Schuh) die ich irgendwo liegen ließ, fühlte ich mich ein Stück leichter. (Falls sich jemand an das Märchen von Hans im Glück erinnert) Nach diesem Monat bin ich vollkommen stressfrei.
(Natürlich war ich trotzdem jeden Tag bei der Arbeit, und es gibt mindestens vier Leute mit großen Herzen, bei denen ich pennen kann. Die Regenzeit hab ich bei Rike verbracht und wir haben Playstation gespielt, mit Fingerfarben gemalt und ähnlichen Blödsinn getrieben.)

Hier mein Schlafplatz Nummer vier:


Eines Morgens an einem Donnerstag wachte ich nach einem Alptraum auf, ich lag an einem Strand, und es roch nach Karpfen, und regennasser Kohe; und eine Spinne hatte ihr Netz in einem meiner Nasenlöcher gesponnen. Da dachte ich mir, es ist wieder an der Zeit, nach Hause zurückzukehren.
Dann dachte ich , was für ein glücklicher Zufall das ist, dass ich in einer Welt lebe, in der ich jeden Tag tun und lassen kann, wonach mir der Sinn steht, und musste lachen.


Die Müllsäcke und das Tape braucht man, falls man mal mit Sack und Pack ein Wasser überqueren muss und keine Brücke in SIcht ist.


PS:  "ZuhAuse" hat sich bei neuerer Betrachtung als sich verge-selbständigtes regenbogenfarbenes Biotop herausgestellt ..
      Hier haben sich astrologiebewandte italienische, portugisische, ostfriesische Tänzer, Opernsänger, Maler und Yogalehrerinnen eingenistet; es ist ein nie endender Durchlauf und ich schlafe auf dem Sofa.  Es scheint ihnen zu gefallen weil die meisten unserer Besucher beschließen kurz darauf, tatsächlich nach Berlin zu ziehen.  Und mir auch. ich krieg immer was zu essen ab.

Mittwoch, 18. Januar 2012

bebildertes 2011

Januar
So ist das, wenn man Wetten mit sich selbst abschliesst: Wenn ich ernsthaft ne PhD Stelle am Friedensforschungsinstitut angeboten bekommen sollte, schneid' ich mir die Haare weg. Ratz. So siehts aus.
Februar, März, April
Christoph und Sarah, Grimo und Mary, Kerrin und viele gute Leude kommen vorbei. Schlitten downhill. Sonst der neu-normale Arbeitsbeat. Und so.

Mai
Bei einem Comic-Kurs entsteht der erste Bogen vom Origami-mann.

Ein Paris-Wochenende mit Oz's Familie und Lebensmittelvergiftung (Muscheln, Alter!)
17. Mai: In Norwegen wurde der Nationalfeiertag nach der Unabhängigkeit zum Tag der Kinder proklamiert. Linda, Karla und Selma waren ihrem Partywagen vor Ort.
Auch im Mai: Mein 1. Mal Helsinki.
Kollege Johan auf Jagd. Hier mit überdimensioniertem Ast.
Juni
Unser Brandenburg. Im Juni wird Kathis und Freds Hochzeit gefeiert. Schön mit Schlösschen.
In dieses sehr urban-romantische Flughafen Tempelhof-Projekt bin ich verknallt.
Finde das rosa Dreieck.
Betrunken aufm Fahrrad > Betrunkener vorm Fahrrad > Bremse > Au > Kniescheibe durch > Gips von Hüfte zum Knöchel. Nicht nochmal.
Juli
Regensommer in Oslo.
Oz und icke haben hinterm Haus Guerilla-gegärtnert. Karotten und Radieschen waren eher klein und holzig, der Rest war schön grün.

Dann kam der 22. Juli und Oslo hat sich verändert. Mir treibt das Ereignis noch immer Tränen in die Augen. Die anschliessende Kommunikation seitens der Regierung war beeindruckend: mehr Liebe, Offenheit, Demokratie. Nun warten wir gespannt, ob auf grosse Worte auch Taten folgen. Ein Bild vom "Rosenmarsch" (Die Rose ist das Zeichen der Partei, deren Jugendfraktion auf Utøya gecampt hat).
Schnitt.

Irgendwann war dann auch Sommer.
Eine schöne Überraschung war ein spontanes Wochenende in der Hütte von Oz's Eltern am Wasser. Ein Geschenk.
August
Oz ruft mich an und sagt, dass er gerade nach einem Fahrradunfall diverse Zähne nicht mehr ertasten kann. Er hat sie noch alle. Und die Narbe am Kinn ist auch wieder unterm Bart verschwunden, aber immerhin hatte er monatelang nen Schnauzer...


Wenn man schon zur Konferenz nach Reykjavik fährt, nimmt man Oz und noch n paar extra Tage mit.

Mit Politikwissenschaftlern in der blauen Lagune abhängen. Aaaaah.

September
Deutschland ist doch klasse. Ein Ausflug mit der Schwester nach Rüdesheim lohnt sich. Und dann bei der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz Workshops besuchen.
Oktober
Oz's und mein Jahresurlaub ging nach intensiven Diskussionen nach Vietnam. Mein 1. Mal Übersee. Trotz Regenzeit gabs auch Sonne.


Schnorcheln. Kracher.
Ausserdem kommt Kerrin nochmal in Oslo vorbei. Cool.

November
Allmählich wirds n bisschen intensiv, aber für ne andere Konferenz sollte ich nach Ottawa und weil New York direkt neben dran liegt, hab ich da Zwischenstopp gemacht. Gute Stadt.

God bless Deli.
Stolz: mit neuem Ukulele-Sack. Gerade hab ich einen Kurs besucht. Ich kann das Instrument wärmstens empfehlen.
Dezember
Und wieder mal musste ich ob eines Projekt-Treffens reisen. Hier sieht man Jerusalem. Absolut faszinierend sind nicht nur die Sicherheitskontrollen.

Dieser Mann mischt Parfums.

Und Weihnachten mit der Familie war eine Wonne. Wie immer.
Ein unverschämt gutes Leben ist das, aber natürlich sind hier nur die wilden Ausschnitte zu sehen. Der Rest ist eigentlich ziemlich normal. Mein Norwegisch ist nach wie vor mässig und es gibt sauviel zu tun. Oz und ich sind nicht verheiratet und haben auch keine Kinder.

Und jetzt muss ich wissen, wie es euch geht. Das machen wir aber (hoffentlich) persönlicher.

Dienstag, 10. Januar 2012

ausflug zum grenzschutz bei vollmond

an Neujahr kam ein komischer Zettel bei mir reingeflattert:
Ein Päckchen wartet auf sie auf dem Zollamt Schöneberg. Bitte bringen Sie Ihre Identifikationsbescheinigung mit und Ihr Gesicht.
Ich war ganz schön gespannt .. Gestern hab ich s nun endlich geschafft, der Sturm hat jetzt nachgelassen nach einer Woche und ich hab die lange Reise ins winterliche Dunkel auf mich genommen. Erstmal: Rathaus Schöneberg ist wirklich eine absurde Ubahnhaltestelle. Das ist eine Art Überrest von einem französischen Schloss unter einem Hügel. Dann: Ich musste eine halbe Stunde anstehen, im Zollamtsvorraum, wo ein Bild von unsrem Noch-Bundespräsidenten an der Wand hing. Decke war auch stilvoll mit vergilbten Styroporplatten abgehängt.
- -Um eine Nummer zu ziehen. Das war die 365. Ich hab die Zeit gut genutzt mit Leute beobachten und Gedichte schreiben, und dann, nach nochmaln2 Stunden wurde meine Nummer aufgerufen und es war soweit. Ich stand neben einem Typen voller militärischer Abzeichen auf dem Oberarm, der hatte "eine Uniform" aus Afghanistan bestellt und musste das erklären. Mein Päckchen war ganz hubbelig und war mit "Sjokolade" deklariert, und ich wollte wissen WIE man verhindern konnte dass sowas hierlandet? Wenn es nicht genügte, einfach draufzuschreiben was drin ist?! Der Sachbearbeiter sagte: Ik weeß ooch nich, det entschei'n die drüm in Frankfurt. Es könntn ja och Medikamente drin sein !!
ich hab s aufgemacht:

Und sie sind rosa! Wahrscheinlich haben sie sie geröntgt .. und in ihrer Rasterfahndungsliste steht dass Schokolade braun zu sein hat. Oder sie konnten kein norwegisch und dachten, Sjokolade ist bestimmt ein neuer Virus.
ODER sie haben den Absender gegoogelt, und festgestellt dass die Frau IRGendwas mit Terrorismus zu tun hat .. und dazu noch eine ausländische Spionin ist die unter nem Decknamen in Norwegen lebt!
Ich möchte jetz keine Namen nennen!
Auf jeden Fall war das ein netter Katerspaziergang und für das "Ich vermiss dich schon ein bissl" hat sich s auf jeden Fall gelohnt! Ich hab das Päckchen auch noch durch eine weitere wilde Filmemacherparty auf meiner Exarbeit, neugierige Fragen und einen holprigen Heimritt auf dem Gepäckträger eines altruistischen fahrradfahrenden Kollegen, hindurch, gerettet. Danke!
Zum Thema  Die gute Alte Zeit:
Die haben wir am Samstag wiederaufleben lassen auf cHristophs mittlerweile bestimmt schon 29. Geburtstag in Hamburg, sogar ich war da, und alle haben sich gefreut,und ich erst. Alle haben auch nach Mareile gefragt, selbst der neuste Neuzugang auf Christophs legendären Vorderparty-Kinder-Parties: Sie ist 6 Wochen alt glaub ich und ihr Vater ist gar nicht mehr unter seinem Pfadfindernamen bekannt. Dort hatte ich ein Gespräch mit der wie immer großartig angezogenen Linda, und wir haben dich beide vemisst, und uns gefreut, dass wir das gemeinsam haben - und nicht nur das! (aber das ist eine andere Geschichte) Jedenfalls sagte ich Mareile kann doch so gut reden, und die hat so Ideen, die soll mal irgendwas Kindisches veröffentlichen! EIn Kinderbuch oder so. Da meinte mein Gegenüber:
Ne, das musst dU machen. Mareile muss die WElt retten.

Na dann! Ein Jahr ist bestimmt noch Zeit dafür!

lisas geburdstagsgäste 2012:

Yeji, ich, Carolinchen mit dem Zopf , der olle Karim und seine Else,  und Maik, der fragt sich was die Zukunft so bringt ; Bunny-Derrick

Freitag, 2. Dezember 2011

zen

update christoph: inzwischen hab ich keine gewaltfantasien (mehr), ich geh zwar jetzt jeden donnerstag in koreanische selbstverteidigung, aber das dient nur um die innere balance zu triggern ..
(wir üben ganz viel auf einem bein stehen - und meditieren)
: Ich-gucke-in-den-Spiegel-der-Welt-und-sehe-dass-wir-eins-sind ...- Muro!

"peace and inner quietness" mit zen-girl lisa (die frisur stimmt nicht) von Derek

Montag, 14. November 2011

Berlin



So hab ik mir det allet vorjestellt.
Hier sitz ich nun bloggenderweise mit meinm laptop auf dem Dach. Es ist noch nicht 4 und die Sonne geht unter hinter dem Leopoldplatz. Das muss besser werden im nächsten Jahr. Ansonsten muss sich eigentlich nicht viel ändern.  Hach ich bin ganz verknallt, in, ä diese Stadt. Alles ist im Fluss und hat man sich einmal umgesehn, schwups ist die Zeit rum. Aber sie ist ja nicht rum, ich kann nun einfach hierbleiben. In Berlin werden die Leute ja nicht älter, sie sehen nur irgendwann so aus als wären sie's.
Sagt man es löst sich alles in Wohlgefallen auf? Also hier geht alles stetig in Richtung WOhlgefallen, und das sieht momentan so aus:

Lauter Geschenke
Ich hab die buntgestrichene Wohnung übernommen wie sie ist von meinen lustigen Hausbesetzer-Vormietern, die ganz froh waren dass mal jemand was organisiert. Nathalie, 28,(alternative Tacheles-Berliner-Elektronik-Szene) hat mir auch noch ihre Waschmaschine, Mosaik-/Rinden-besetzte Spüle, die eine Herdplatte, und Keith-Haring-Imitations-Malereien überlassen. Und ein paar Yoga-Bücher. Und "Barfuss nach Hiroshima" (gutes Comic) und ihren Parka mit einem halben Joint in der Tasche von 2008.
Hier sitz ich nun seit Juni mit allerliebstem Mitbewohner Andrè, Tänzer aus Lisboa und seiner französischen Bulldogge Eiko. Andre mag lila. Und Fengshui. Seitdem ist die WOhnung noch bunter und überall stehen assymetrisch drapierte Blumengestecke. Er ist ne Kanone. Es riecht tatsächlich viel besser seit er da ist, trotz dem Hund.
Unser Hund. So schnell kann's gehen. Er hat mal irgendwann laut mit dem Gedanken gespielt, unter Umständen mit einer portugisischen Freundin zusammenzuziehen, die sich dann mit um den Hund kümmert. Ich wollt ihn eigentlich schon behalten. Also ist der Deal: Er macht alles schön, putzt, kocht mir, tanzt auchmal Ballett zum Frühstück, bringt fröhliche Leute in die Wohnung, erklärt mir alles über Männer und Beziehungen was ich schon immer wissen wollte (damit kennt er sich aus), und ich geh dafür ab undzu mit dem Hund zum Pinkeln. Klingt doch okee oder?

Arbeitseifer
Ich mach Überstunden in der Arbeit und komm dann heim und zeichne an meinem neuen 11 Seiten-Comic. Das geht ganz gut. (besser als nach 6 Stunden Kellnern auf jeden Fall) ich bin jetzt da angekommen wo ich wollte als ANimator, und der COmic soll vor Weihnachten in Farbe fertig sein. Gar kein Stress. Ab Januar ist die lustige Mondmann-Produktion leider erstmal vorbei für mich, und mein nächster Job wird sein für Rike zu arbeiten. Rike wird Chef! ABer ich finde ihre Designs ganz gut deshalb werde ich nicht zuviel rummaulen wenn ich ihre Figuren dann animieren mus, für den Kinderfilm den wir fürs Fernsehen machen.
Bis nächsten Sommer bin ich also erstmal ge-siedelt, und das ist schon ziemlich viel, soweit ich sehen kann wenn ich mich umsehe in meinem Metier.
Aber vielleicht geh ich abundzu zum mittagessen ins Mondmannstudio, es macht Spaß und ich habe dort lustige Leute kennengelernt, wie z.B Qu`arim mit der Boxerdame, dem hab ich letztens eine Musikstunde in Harmonielehre gegeben, damit seine Computergenerierten Techno-Tracks besser werden. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist manchmal etwas kurz, und ich wollte ihm gerade einen Folksong vorspielen zur Veranschaulichung des Sept-Akkordes; da legte er ganz schnell einen Techno-track ein und meinte - Ey, wenn dir Tekkno jetz nicht gefällt dann musst du das mal auf Acid hören! Das ist noch viel geiler..  (letztens versuchte er in der Arbeit mir Goa-Trance-Dance beizubringen..)  (MItdreißiger haben echt nen komischen Musikgeschmack)

Elektro
Apropos. Bin ich zu lange hier? Ich saß letztens einen ganzen Tag beim Zeichnen und hab dabei House gehört. Es war gar nicht soschlecht.
Aber ich hab glelernt was elektronische Drogen sind, und damit muss man aufpassen: Sonst kann es sein (wurde mir gesagt) dass sich im Kopf zuviele Türen öffnen, und dann nicht mehr zugehen, oder nachher immer quietschen. Dann geht es einem wie meinem Lieblings-Ex-Mitbewohner Nr 1 in Berlin (siehe letzter Eintrag), der ist definitiv zu elektronisch geworden; seine AUgen haben zuletzt geflackert wie eine Glühbirne mit defektem Anschluss.

Noch zum Thema geil:
 Fil sagt, man soll das Leben ent-geilen, damit nicht mehr alles so schnell geht. Det Leben is einfach zu geil in Berlin. Also besser mal zum Arbeitsamt gehen un frustrieren lassen, lange in der Kälte rumstehen .. das werde ich versuchen einzubauen. Nicht dass es wirklich schwups macht und schon ist 2012 die Welt untergegangen. Wär wirklich zu schade drum.
Jetzt ist es aber wirklich langsam kalt geworden.
Mist jetzt ist sie untergegangen. (die SOnne) Und meine Finger frieren ein.
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